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Brustimplantate - auf die Füllstoffe achten

Brustimplantate - auf die Füllstoffe achten!

von Dr. F.-U. Piechotta-Flemming,

Überblick der in Brustimplantaten enthaltenen Substanzen, die zum Teil nicht mehr implantiert werden dürften - aber es immer noch werden.

Fakten zu den eingesetzten Implantaten
Die Implantat-Hüllen sind ausnahmslos aus Silikon, allein die Füllstoffe unterscheiden sich. Hier muss ich ganz energisch gegen die Silikonangst und vor allem gegen diejenigen, welche diese schüren, vorgehen. Silikon ist nach wie vor das allerbeste Material zum Gewebeersatz. Die glatten dünnwandigen Kissen werden kaum noch eingesetzt, da es mit diesen häufig, egal, welches Füllmaterial man nimmt, unter Umständen zu einer Kapselfibrose kommen kann. Im Gegensatz zu den Implantaten der ersten Generationen, die nur mit dünnwandigen, glatten Hüllen versehen waren, verwendet man jetzt vermeht Prothesen mit einer Polyurethanbeschichtung, bei denen eine Kapselfibrose nicht mehr so häufig vorkommen soll und die besser einheilen, weil sich das neu bildende Bindegewebe in der Beschichtung verankern kann.. Man sollte aber erwähnen, daß alle Hüllen ein "Bleeding" haben können. Darunter verstehen die Plastischen Chirurgen, wenn weniger hoch polymerisierte Bruckstücke des Füllungs-Silikons, also mikroskopisch kleine Teile des Inhaltsstoffes, allmählich durch die Hülle in die Kapsel um das Implantat wandern.

Die Frage, die sich Fachleute und Operierte stellen, ist nur, ob diese Teilchen in der Kapsel bleiben oder von Lymphknoten in der Nähe abgefangen werden und darum nicht verantwortlich für die beschriebenen "Silikonkrankheiten" sein können.

Wollen Sie mehr über Silikon erfahren oder die Referenzdaten der im Anschluß erwähnten Arbeiten wissen, so können Sie den Autor dieses Artikels direkt anmailen (flemming@flemming.com) und bekommen Ihre Fragen in diesm Falle kostenlos beantwortet, vorausgesetzt, Sie geben Namen und eine korrekte (keine Phantasie-Adresse) Anschrift und email an. Anonyme Anfragen werden nicht beantwortet! Der Autor ist auf dem Gebiet der Silikone absoluter Spezialist und hat unzählige Veröffentlichungen in Fach- und Laienpresse darüber verfaßt. Die "wissenschaftlichen" sind: "Gewebereaktionen nach subkutanen Silikonölinjektionen..." (bereits 1975!!! und 1967)"Komplikationen nach Mammaaufbauplastiken.." (1977), "Komplikationen nach Silikonölinjektionen" (1987), "Slicon fluid, attractive and dangerous"(1979)

Womit sind die Implantate gefüllt?

1. Silikon
Wurde bereits als das beste zur Zeit zur Verfügung stehende Material erwähnt. Zur guten Verträglichkeit diese Substanzgruppe sei nur gesagt, dass Silikone schon seit 1948 in den verschiedensten Bereichen Anwendung finden. Sie wurden zuerst in den Motorölen der hochfliegenden Flugzeuge der US-Luftwaffe eingesetzt, um zu verhindern, das das Öl aufschäumt. Sodann haben wir Silikon in Möbel- und Autopolitur, in Kosmetika, unzähligen Dingen des täglichen Lebens und in der festen Form als Prothesenmaterial bei Hüftgelenken oder künstlichen Herzklappen. Die Entwicklung des ersten Kunstherzes von Prof. Bücherl, mit dem der Autor auch zusammengearbeitet hat, hier an der Freien Universität Berlin, wäre ohne diese Substanz nicht denkbar gewesen.

2. Kochsalzlösung
Auf den ersten Blick scheinen Kochsalzlösung das ungefährlichste Material zu sein, aber sie sind nicht das geeigneteste, da es in seiner Konsistenz nicht im mindesten derjenigen des Brustgewebes ähnelt.. Wenn die Implantathülle defekt ist, läuft die Lösung aus wie auch bei anderen Implantaten, wird aber vom Körper vollständig "aufgegessen" wird. Die häufig benutzten doppelwandige Implantate nutzen den Vorteil ist, daß die Kochsalzfüllung der zweiten Hülle als zusätzlicher Fänger für die weniger hoch polymerisierten Bestandteile des Gels dient, die sonst durch die semipermeable Membran der Hülle wandern könnten.

3. Sojaöl
Sind wieder vom Markt genommen. Genau wie im Regal im Supermarkt werden sie auch im Körper ranzig, flocken aus und riechen. Frauen, die bereits ein Sojaölimplantat erhalten haben, müssen dieses umgehend gegen ein anderes austauschen lassen!

4. Triglyzerin
Über die Füllung mit Triglyzerin kann ungefähr die gleiche Aussage wie über das Sojaöl gemacht werden. Es enthält gereinigtes, neutrales Triglyzerid aus hochveredeltem Sojaöl, auch wenn der Hersteller verständlicherweise etwas anderes behauptet.

5. Hydrogel
Hydrogel bietet optisch die gleichen Vorteile wie Silikon, aber Hydrogel ist ein junger Inhaltsstoff, mit dem noch keine Langzeiterfahrungen gemacht wurden. Normalerweise beträgt der Wasseranteil 85% bis 95% der Gesamtmasse des Materials. Das Material liegt üblicherweise in einem stark gequollenen Zustand vor. Produkte, die Hydogelfüllungen enthalten, wurden in England vom Markt genommen. Dies wir damit begründet, daß über das Hydrogel-Füllmaterial noch zu wenige Erkenntnisse vorliegen. Auch in Deutschland sollte Hydrogel eigentlich nicht mehr verwendet werden

Warnung vor Laienseiten im Internet

Vielfach trifft man im Netz auf Laienseiten, die angeblich nur informieren wollen und froh sind wenn Informationen weitergegeben werden. Diese sind mit Vorsicht zu geniessen. Einmal haben die Verfasser, es sei denn es sind jahrelang berufstätige Medizinjournalisten, nicht die nötige Erfahrung und Ausbildung zum wissenschaftlichen Arbeiten. Anderseits kann der unbdarfte Leser, der diese Seiten dann verwendet, schnell mit einer Copyright-Klage überzogen werden. Vielleicht ist das auch Absicht! Gehen Sie nur auf Seiten, die von Fachleuten verfaßt wurden und einen wissenschaftlichen Beirat haben, wie z. B. Brustkrebs-web", nicht nur weil der Autor dort auch einen Beitrag verfaßt hat! Dieses Portal ist klar und übersichtlich, hat ein optimales webdisign, Texte von Fachleuten, Foren etc. Auf den Laienseiten finden Sie denn auch keine klaren Quellangaben, sondern Redewendungen wie: "Ein Chirurg sagte mir..." oder "So weit ich weiß...". Es ist da schon ein himmelweiter Unterschied, wenn ein bekannter Professor oder ein gestandener Autor gelegentlich auch einmal so eine Formulierung gebraucht, bei der Fülle der von ihm zu schreibenden Texte, obwohl dies eigentlich auch nicht korrekt ist. Man wird aber dieser Äußerung eines Fachmannesdennoch Gewicht schenken, da anzunehmen ist, dass er seine nur nicht präzisierte Quellangabe sicherlich so geprüft hat, daß er sie, auch anonym, verwendungswürdig findet.