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Ganzheitsmedizin
von Dr. F. U. Piechotta-Flemming
Ein bekannter Lama hat einmal treffend ausgedrueckt, dass die hoechsten Belehrungen manchmal
sehr einfach sind --- so einfach, dass sie einem leicht entgehen. Aehnlich verhaelt es sich mit dem
Begriff "Ganzheitsmedizin". Er bedeutet doch eigentlich nur: den ganzen Menschen behandeln,
um eine Heilung zu erreichen, nicht isoliert nur den Magen, die Nase oder das Ohr. Sie werden sich fragen, was dieser Artikel in der Rubrik beauty/Plastische Chirurgie zu suchen hat Nun ohne meinem Kollegen von der Allgemeinmedizin hier ins Handwerk pfuschen zu wollen sind diese generellen --fast philosophischen Betrachtungen --- gerade bei uns besonders angebracht, vorausgesetzt man hat vor, das Handwerk der Plastischen Chirurgie serioes zu betreiben und dem Patienten wirklich helfen zu wollen... Gerade in der Plastischen Chirurgie geht es sehr haeufig um viel mehr als um die Beseitigung eines Nasenhöckers oder den Aufbau eines zu klein geratenen Busens. Gerade hier, wo ja in vielen Faellen "nur" eine aesthetische Korrektur vorgenommen werden soll, muss der Patient besonders gruendlich einer Ganzkoerperuntersuchung unterzogen werden und auch psychologisch die Beweggruende seines Operationswunsches erkundet werden. Der serioese Plastische Chirurg wird dann auch in vielen Faellen von einer Operation abraten muessen, ungeachtet des damit fuer ihn entstehenden Verdienstausfalles und auch ungeachtet des ebenso haeufig noch bestehenden hartnaeckigen Operationswunsches des Patienten. Aus diesen Gruenden will ich hier ein wenig den Begriff "Ganzheitsmedizin" durchleuchten, ist er doch leider zum vielfach falsch verstandenen und missbrauchtem Schlagwort geworden.
Reparaturwerkstatt Arztpraxis
In Zusammenhang mit dem materialistischen-mechanistischem Weltbild, das schon von
Descartes, einem franzoesichen Philosophen (Rene Descartes (lateinische Form: Renatus Cartesius) wurde am 31.Maerz 1596 in La Haye, Touraine geboren und starb am 11.Februar 1650 in Stockholm. Descartes war der Begründer und maßgeblichste Vertreter des modernen
Rationalismus. berühmten Satz vor, dem Ausgangspunkt seines Systems: "Cogito ergo sum" - Ich
denke also bin ich.) entwickelt wurde, sah man den Menschen als Maschine an. Die Taetigkeit der Heilberufe wird damit zu einer Reparaturwerkstatt reduziert. Bei dem Patienten, der zur Behandlung kommt, ist nur irgendein Teil dieser Maschine kaputt und muss repariert werden. Manchmal kommt der Patient auch nur in die "Werkstatt", um sich ein bisschen tunen zu lassen, damit dass "Maschinchen" nach mehr aussieht...
Krankheit --- eine Botschaft?
Was ist nun Krankheit? Krankheit ist ein Zustand in welchem sich der Organismus im
Ungleichgewicht befindet. Diese Ungleich gewicht kann auch durch ein Missfallen an dem eigenen Koerper hervorgerufen werden. In beiden Faellen will uns dann der Koerper eine Botschaft uebermitteln. Diese Botschaften unseres Koepers sind haeufig in einer sehr schwer zu verstehenden Sprache formuliert, z.B. bei Infektion oder Unfall, oft aber auch ganz leicht verstaendlich, wie bei vielen psychosomatischen Leiden Herz- und Magenschmerzen sind lange vor dem Auftreten eines Herzinfarktes oder eines Magengeschwueres vorhanden. Doch wir hoeren meist nicht auf diese zunaechst leisen in einer einfachen Sprache gehaltenen Apelle. Dann wird diese Koerpersprache massiver und komplizierter, manchmal so kompliziert, dass wir unsere eigene Existenz vernichten.
Das Nichtverstehen dieser Sprache kann jedoch nicht deren Sinn leugnen. Wir duerfen nur nie
aufgeben an ihrer Entschluesselung zu arbeiten. Mit viel Fleiss, Glueck und Intuition koennen wir
dann Geheimnisse erfahren, die denen gleichen, nachdem es gelungen war, die Hieroglyphen zu
uebersetzen...
Das Symptom als Fehlermelder
Haeufig zeigt uns der Koerper durch die Symptome der Krankheit, worum es eigentlich geht. Das
Auftreten eines solchen Symptomes koennte man als den Beginn eines indirekten
Heilungsvorganges auffassen. Durch die Somatisierung, den Umweg ueber das Koerperliche, soll uns bewusst gemacht werden, woran wir zu arbeiten haben. Deswegen lieben die meisten Menschen ihre Symptome auch nicht. Hier muessen wir naemlich zeigen, was wir eigentlich nicht zeigen moechten bzw. zeigen , was wir nicht haben --- was uns fehlt. Leider hat sich die korrekte alte Arztfrage: "Was fehlt Ihnen?" durch die stereotypen Erwiederungen der Patienten: "Ich habe das und das..." in die Frage: "Was haben Sie?" gewandelt.
Das Ich-die Ursache der Krankheit
Es waere natuerlich voellig absurd, das Vorhandensein von Bakterien, Viren, Pilzen oder Toxinen
(Giftstoffe) zu leugnen. Doch nur auf Grund des Vorhandenseins von Bakterien oder Viren wird
nie jemand erkranken. Es muss etwas anderes hinzukommen. Der wichtigste Schritt zur Heilung ist somit, dass wir uns selbst erkennen und uns mit diesem Ich identifizieren. In dem Moment, wo wir erkennen, dass das Böse, das Schlechte, das was wir verneinen auch in uns selber ist, machen wir einen gewaltigen Schritt vorwaerts. Dieser Schritt fuehrt uns letztendlich von unserem Grunduebel hinweg: dem polaren Denken. Wir muessen erkennen, das alles was aussen, auch in uns selber vorhanden ist. Dabei duerfen wir uns nicht vom scheinbar Unmoeglichen oder Unwahrscheinlichen abhalten lassen. Wir Aerzte begehen einen schweren aerztlichen Fehler, wenn wir uns auf das Wahrscheinliche unter Ausschluss des Moeglichen begrenzen. Man sollte sich dabei auch das Wort Wahrscheinlichkeit genauer ansehen: dies ist nur ein Schein der Wahrheit.
Der Mensch - ein Teil eines grossen Ganzen
Die ganheitliche Betrachtungsweise verlangt von uns, ueber uns hinauszugehen, unser Ich
hinten
anzustellenund uns nicht nur eins mit der Natur zu empfinden, sondern uns als Teil eines
lebenden Organismus zu betrachten. Das mag zuerst ein wenig ueberspannt klingen, doch es gibt eine ernst zu nehmende wissenschaftliche Hypothese, die von dem Chemiker James Lovelock und der Mikrobiologin Lynn Margulis entwickelt wurde: die Gaia-Hypothese.
Die Gaia-Hypothese.
In der griechischen Mythologie ist "GAIA" die Erd- und Lebensgöttin. Die GAIA-Hypothese ist
eine, von dem Kybernetiker und Klimatologen James Lovelock und der Mikrobiologin Lynn Margulis ausgearbeitete wissenschaftliche Konzeption des irdischen Ökosystems als lebendigem Organismus. Die GAIA-Hypothese besagt, daß unsere Erde ein intelligentes Lebewesen darstellt, das sich selbst steuert (Selbstorganisation) und optimiert. Der entscheidende Unterschied der GAIA-Hypothese zu konventionellen ökologischen Weltsichten besteht darin, daß die Kybernetik und die Steuerungsintelligenz von Gaia weitaus komplexer als die Ursache- Wirkungskette einfacher Umweltverschmutzungsphaenomene sind. Sie gelangten zu der Schlußfolgerung das die beste Definition des Lebens nicht auf der Erforschung der Teile die ein Organismus enthaelt basieren sollte, sonders auf dem Ausmaß der Ordnung, in der diese Teile kombiniert sind. Das heißt wieviel Information in ihnen verschlüsselt ist. Die Forschungen von Lovelock und Margulis ergaben, daß das System Erde viel überlebensfaehiger ist, als wir gemeinhin vermuten. Die Erde ist nicht wie die Geologen behaupten eine tote Steinkugel sondern ein Lebewesen, ein einziger großer Organismus, der sich genau die Umgebung schafft die er braucht.
Warum faellt es so schwer sich die Erde als Lebewesen vorzustellen?
Da ist erst einmal die Psychologische Kraenkung: Wie Kopernikus der die Menschen ihrer
Stellung als Mittelpunkt des Universums beraubte, Darwin der ihnen die Rolle als Ausnahmeerscheinung nahm indem er den Affen als Vorfahren identifizierte, oder Freud der das Menschliche Ego mit der Bemerkung kraenkte : Es sei nicht Herr im eigenem Haus. Wie diese Beispiele, geht auch das Weltbild der lebendigen Erde mit einer Kraenkung einher, wenn die "Lebendige Erde" (Gaia) existiert, kann sich der Mensch nicht laenger als Herr und Meister der Natur begreifen, er ist Teil einer Ganzheit deren Regel er sich anpassen muß oder er wird als Spezies verschwinden.
Gesundheitsfuersorge des Einzelnen = Gesundheitsfuersorge der Gesellschaft
Um nun zu gesunden oder gesund zu bleiben, sollen wir nun beileibe nicht in eine
selbstverleugnerische Kasteiung verfallen. Natuerlich muessen wir etwas fuer uns tun, doch
wissend, dass wenn ich etwas fuer mich tue helfe ich letzendlich auch dem anderen und wenn ich dem anderen helfe, dann helfe ich letzendlich auch mir. Wir muessen versuchen, dem Koerper, dem Materiellen gerecht zu werden, doch wir duerfen auch nicht die Seele, das spirituelle Element zu kurz kommen lassen. Der gesunde Koerper muss durch ausreichen Sport gesund erhalten werden. Die koerperlichen Gebrechen muessen durch sachkundige aerztliche Behandlung und physikalische Therapie angegangen werden und der Geist muss durch ein adaequates Angebot von Kunst, Musik und Denksport wachgehalten werden. Die seelischen Belange beduerfen intensiver Gespraeche mit geeigneten Kontaktpersonen.
Praevention --- oft gefordert, selten verwirklicht
Ohne irgendeine Institution oder Berufssparte angreifen zu wollen, muessen wir eingestehen,
dass die Probleme in unserem Gesundheitswesen nur zu loesen sind, wenn wir ihm eine voellig neue Richtung geben. Wenn uns dies gelingt, loesen sie sich jedoch auf verblueffend einfache Weise. Hier nun schliesst sich wieder der Kreis. Gerade im Bereich der Plastischen Chirurgie ist eine Korrektur haeufig eine praeventive Massnahme --- zur Verhinderung von viel gravierenderen seelischen Erkrankungen. Leider hat sich dies bei den Kostentraegern nur in ganz geringem Masse durchgesetzt. Eine notwenige aesthetische Ohrmuschelkorrektur wird im Kindesalter von der Kasse uebernommen - zur Verhinderung psychischer Stoerungen. Ein Erwachsener kann keine Kostenuebernahme beanspruchen. Meinen die Krankenkassen etwa, dass der schon seine "Macke" weg hat und man nicht mehr helfen koenne? Nur mit langwierigen komplizierten psychologischen und psychiatrischen Gutachten ist da etwas zu erreichen. Doch wenn der Patient diesen langen Leidensweg hinter sich hat, dann hat er wirklich einen Schaden an seiner Psyche davongetragen --- auch wenn dieser vorher nicht vorhanden war. |
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Ganzheitsmedizin
von Dr. F. U. Piechotta-Flemming
Ein bekannter Lama hat einmal treffend ausgedrueckt, dass die hoechsten Belehrungen manchmal
sehr einfach sind --- so einfach, dass sie einem leicht entgehen. Aehnlich verhaelt es sich mit dem
Begriff "Ganzheitsmedizin". Er bedeutet doch eigentlich nur: den ganzen Menschen behandeln,
um eine Heilung zu erreichen, nicht isoliert nur den Magen, die Nase oder das Ohr. Sie werden sich fragen, was dieser Artikel in der Rubrik beauty/Plastische Chirurgie zu suchen hat Nun ohne meinem Kollegen von der Allgemeinmedizin hier ins Handwerk pfuschen zu wollen sind diese generellen --fast philosophischen Betrachtungen --- gerade bei uns besonders angebracht, vorausgesetzt man hat vor, das Handwerk der Plastischen Chirurgie serioes zu betreiben und dem Patienten wirklich helfen zu wollen... Gerade in der Plastischen Chirurgie geht es sehr haeufig um viel mehr als um die Beseitigung eines Nasenhöckers oder den Aufbau eines zu klein geratenen Busens. Gerade hier, wo ja in vielen Faellen "nur" eine aesthetische Korrektur vorgenommen werden soll, muss der Patient besonders gruendlich einer Ganzkoerperuntersuchung unterzogen werden und auch psychologisch die Beweggruende seines Operationswunsches erkundet werden. Der serioese Plastische Chirurg wird dann auch in vielen Faellen von einer Operation abraten muessen, ungeachtet des damit fuer ihn entstehenden Verdienstausfalles und auch ungeachtet des ebenso haeufig noch bestehenden hartnaeckigen Operationswunsches des Patienten. Aus diesen Gruenden will ich hier ein wenig den Begriff "Ganzheitsmedizin" durchleuchten, ist er doch leider zum vielfach falsch verstandenen und missbrauchtem Schlagwort geworden.
Reparaturwerkstatt Arztpraxis
In Zusammenhang mit dem materialistischen-mechanistischem Weltbild, das schon von
Descartes, einem franzoesichen Philosophen (Rene Descartes (lateinische Form: Renatus Cartesius) wurde am 31.Maerz 1596 in La Haye, Touraine geboren und starb am 11.Februar 1650 in Stockholm. Descartes war der Begründer und maßgeblichste Vertreter des modernen
Rationalismus. berühmten Satz vor, dem Ausgangspunkt seines Systems: "Cogito ergo sum" - Ich
denke also bin ich.) entwickelt wurde, sah man den Menschen als Maschine an. Die Taetigkeit der Heilberufe wird damit zu einer Reparaturwerkstatt reduziert. Bei dem Patienten, der zur Behandlung kommt, ist nur irgendein Teil dieser Maschine kaputt und muss repariert werden. Manchmal kommt der Patient auch nur in die "Werkstatt", um sich ein bisschen tunen zu lassen, damit dass "Maschinchen" nach mehr aussieht...
Krankheit --- eine Botschaft?
Was ist nun Krankheit? Krankheit ist ein Zustand in welchem sich der Organismus im
Ungleichgewicht befindet. Diese Ungleich gewicht kann auch durch ein Missfallen an dem eigenen Koerper hervorgerufen werden. In beiden Faellen will uns dann der Koerper eine Botschaft uebermitteln. Diese Botschaften unseres Koepers sind haeufig in einer sehr schwer zu verstehenden Sprache formuliert, z.B. bei Infektion oder Unfall, oft aber auch ganz leicht verstaendlich, wie bei vielen psychosomatischen Leiden Herz- und Magenschmerzen sind lange vor dem Auftreten eines Herzinfarktes oder eines Magengeschwueres vorhanden. Doch wir hoeren meist nicht auf diese zunaechst leisen in einer einfachen Sprache gehaltenen Apelle. Dann wird diese Koerpersprache massiver und komplizierter, manchmal so kompliziert, dass wir unsere eigene Existenz vernichten.
Das Nichtverstehen dieser Sprache kann jedoch nicht deren Sinn leugnen. Wir duerfen nur nie
aufgeben an ihrer Entschluesselung zu arbeiten. Mit viel Fleiss, Glueck und Intuition koennen wir
dann Geheimnisse erfahren, die denen gleichen, nachdem es gelungen war, die Hieroglyphen zu
uebersetzen...
Das Symptom als Fehlermelder
Haeufig zeigt uns der Koerper durch die Symptome der Krankheit, worum es eigentlich geht. Das
Auftreten eines solchen Symptomes koennte man als den Beginn eines indirekten
Heilungsvorganges auffassen. Durch die Somatisierung, den Umweg ueber das Koerperliche, soll uns bewusst gemacht werden, woran wir zu arbeiten haben. Deswegen lieben die meisten Menschen ihre Symptome auch nicht. Hier muessen wir naemlich zeigen, was wir eigentlich nicht zeigen moechten bzw. zeigen , was wir nicht haben --- was uns fehlt. Leider hat sich die korrekte alte Arztfrage: "Was fehlt Ihnen?" durch die stereotypen Erwiederungen der Patienten: "Ich habe das und das..." in die Frage: "Was haben Sie?" gewandelt.
Das Ich-die Ursache der Krankheit
Es waere natuerlich voellig absurd, das Vorhandensein von Bakterien, Viren, Pilzen oder Toxinen
(Giftstoffe) zu leugnen. Doch nur auf Grund des Vorhandenseins von Bakterien oder Viren wird
nie jemand erkranken. Es muss etwas anderes hinzukommen. Der wichtigste Schritt zur Heilung ist somit, dass wir uns selbst erkennen und uns mit diesem Ich identifizieren. In dem Moment, wo wir erkennen, dass das Böse, das Schlechte, das was wir verneinen auch in uns selber ist, machen wir einen gewaltigen Schritt vorwaerts. Dieser Schritt fuehrt uns letztendlich von unserem Grunduebel hinweg: dem polaren Denken. Wir muessen erkennen, das alles was aussen, auch in uns selber vorhanden ist. Dabei duerfen wir uns nicht vom scheinbar Unmoeglichen oder Unwahrscheinlichen abhalten lassen. Wir Aerzte begehen einen schweren aerztlichen Fehler, wenn wir uns auf das Wahrscheinliche unter Ausschluss des Moeglichen begrenzen. Man sollte sich dabei auch das Wort Wahrscheinlichkeit genauer ansehen: dies ist nur ein Schein der Wahrheit.
Der Mensch - ein Teil eines grossen Ganzen
Die ganheitliche Betrachtungsweise verlangt von uns, ueber uns hinauszugehen, unser Ich
hinten
anzustellenund uns nicht nur eins mit der Natur zu empfinden, sondern uns als Teil eines
lebenden Organismus zu betrachten. Das mag zuerst ein wenig ueberspannt klingen, doch es gibt eine ernst zu nehmende wissenschaftliche Hypothese, die von dem Chemiker James Lovelock und der Mikrobiologin Lynn Margulis entwickelt wurde: die Gaia-Hypothese.
Die Gaia-Hypothese.
In der griechischen Mythologie ist "GAIA" die Erd- und Lebensgöttin. Die GAIA-Hypothese ist
eine, von dem Kybernetiker und Klimatologen James Lovelock und der Mikrobiologin Lynn Margulis ausgearbeitete wissenschaftliche Konzeption des irdischen Ökosystems als lebendigem Organismus. Die GAIA-Hypothese besagt, daß unsere Erde ein intelligentes Lebewesen darstellt, das sich selbst steuert (Selbstorganisation) und optimiert. Der entscheidende Unterschied der GAIA-Hypothese zu konventionellen ökologischen Weltsichten besteht darin, daß die Kybernetik und die Steuerungsintelligenz von Gaia weitaus komplexer als die Ursache- Wirkungskette einfacher Umweltverschmutzungsphaenomene sind. Sie gelangten zu der Schlußfolgerung das die beste Definition des Lebens nicht auf der Erforschung der Teile die ein Organismus enthaelt basieren sollte, sonders auf dem Ausmaß der Ordnung, in der diese Teile kombiniert sind. Das heißt wieviel Information in ihnen verschlüsselt ist. Die Forschungen von Lovelock und Margulis ergaben, daß das System Erde viel überlebensfaehiger ist, als wir gemeinhin vermuten. Die Erde ist nicht wie die Geologen behaupten eine tote Steinkugel sondern ein Lebewesen, ein einziger großer Organismus, der sich genau die Umgebung schafft die er braucht.
Warum faellt es so schwer sich die Erde als Lebewesen vorzustellen?
Da ist erst einmal die Psychologische Kraenkung: Wie Kopernikus der die Menschen ihrer
Stellung als Mittelpunkt des Universums beraubte, Darwin der ihnen die Rolle als Ausnahmeerscheinung nahm indem er den Affen als Vorfahren identifizierte, oder Freud der das Menschliche Ego mit der Bemerkung kraenkte : Es sei nicht Herr im eigenem Haus. Wie diese Beispiele, geht auch das Weltbild der lebendigen Erde mit einer Kraenkung einher, wenn die "Lebendige Erde" (Gaia) existiert, kann sich der Mensch nicht laenger als Herr und Meister der Natur begreifen, er ist Teil einer Ganzheit deren Regel er sich anpassen muß oder er wird als Spezies verschwinden.
Gesundheitsfuersorge des Einzelnen = Gesundheitsfuersorge der Gesellschaft
Um nun zu gesunden oder gesund zu bleiben, sollen wir nun beileibe nicht in eine
selbstverleugnerische Kasteiung verfallen. Natuerlich muessen wir etwas fuer uns tun, doch
wissend, dass wenn ich etwas fuer mich tue helfe ich letzendlich auch dem anderen und wenn ich dem anderen helfe, dann helfe ich letzendlich auch mir. Wir muessen versuchen, dem Koerper, dem Materiellen gerecht zu werden, doch wir duerfen auch nicht die Seele, das spirituelle Element zu kurz kommen lassen. Der gesunde Koerper muss durch ausreichen Sport gesund erhalten werden. Die koerperlichen Gebrechen muessen durch sachkundige aerztliche Behandlung und physikalische Therapie angegangen werden und der Geist muss durch ein adaequates Angebot von Kunst, Musik und Denksport wachgehalten werden. Die seelischen Belange beduerfen intensiver Gespraeche mit geeigneten Kontaktpersonen.
Praevention --- oft gefordert, selten verwirklicht
Ohne irgendeine Institution oder Berufssparte angreifen zu wollen, muessen wir eingestehen,
dass die Probleme in unserem Gesundheitswesen nur zu loesen sind, wenn wir ihm eine voellig neue Richtung geben. Wenn uns dies gelingt, loesen sie sich jedoch auf verblueffend einfache Weise. Hier nun schliesst sich wieder der Kreis. Gerade im Bereich der Plastischen Chirurgie ist eine Korrektur haeufig eine praeventive Massnahme --- zur Verhinderung von viel gravierenderen seelischen Erkrankungen. Leider hat sich dies bei den Kostentraegern nur in ganz geringem Masse durchgesetzt. Eine notwenige aesthetische Ohrmuschelkorrektur wird im Kindesalter von der Kasse uebernommen - zur Verhinderung psychischer Stoerungen. Ein Erwachsener kann keine Kostenuebernahme beanspruchen. Meinen die Krankenkassen etwa, dass der schon seine "Macke" weg hat und man nicht mehr helfen koenne? Nur mit langwierigen komplizierten psychologischen und psychiatrischen Gutachten ist da etwas zu erreichen. Doch wenn der Patient diesen langen Leidensweg hinter sich hat, dann hat er wirklich einen Schaden an seiner Psyche davongetragen --- auch wenn dieser vorher nicht vorhanden war. |