Keine Nähte mehr bei Operationen?

von Dr. Piechotta-Flemming


Neuer resorbierbarer, biologischer Gewebekleber soll eine optimale Heilung nach ästhetischen
Operationen garantieren.


Ästhetische Operationen erfordern nicht nur eine geschickte Hand, eine präzise Planung, eine
kunstvolle Ausführung sondern auch eine belastungsarme, schnelle komplikationsfreie Heilung.
Nur so kann das auf dem Operationstisch erzielte gute Ergebnis auch nach der Heilung noch
optimal sein. Hierbei hat sich unsere Idee, einen resorbierbaren biologischen Gewebekleber
einzusetzen, bestens bewährt.

Die Vorteile
Weniger Blutergüsse

Keine Drainage (Schläuche zum absaugen von Blut)

Verhütung von Infektionen

Kein "Fäden ziehen" (bei Lidkorrekturen, Ohranlegungen etc.)

Schnellere Heilung

Kein Krankenhausaufenthalt

Sicherere Operationsergebnisse
Wie ist das möglich?
Es gibt weniger Blutergüsse weil nach der Operation die gesamte Wunde mit dem Gewebekleber
ausgespült wird und das Gewebe angedrückt wird. Alle, auch die feinsten Gefäße, erhalten
dadurch gewissermaßen einen Korken. Das Blut kann nicht mehr ausfließen. Es gibt keine
"Wundhöhle" mehr. Die Drainage ist überflüssig. Nachblutungen und blutverschmierte Verbände
gehören deshalb der Vergangenheit an!
Drainagen sind notwendig, wenn nach der Operation eine große Wundhöhle zurückbleibt (in der
sich das Blut, das postoperativ entsteht sammeln kann.) Durch die Drainage wird das Blut sanft
abgesaugt und behindert so die Heilung nicht mehr. Das Ausspülen mit dem Gewebekleber sorgt
dafür, daß die Wundhöhle geschlossen wird. Das Gewebe wird in seiner normalen Spannung
zusammengeklebt. Der erste Schritt zur Heilung ist damit schon getan. Nun muss man nur noch
das Narbengewebe einwachsen und den Gewebekleber ersetzen.

Infektionsgefahr sinkt und Nähte werden eingespart
Die Infektionsgefahr wird dadurch erheblich gemindert, ja sogar fast ausgeschlossen, da es keine
Eintrittspforten mehr für die Bakterien gibt. Die Wunde hat keine Höhlen mehr, ist ohne
Zwischenräume verschlossen. Es gibt keine Stichkanäle. Sie gleicht einer gut befestigten Burg, die
von den Bakterien äußerst schwer einzunehmen ist.
Nähte können durch den Gewebekleber eingespart werden. Die Vereinigung der Wunde erfolgt
exakt und sicher. Hautnähte erübrigen sich vollkommen bei Wunden, die sicher ruhig zu stellen
sind, etwa Augenoberlider, Ohren usw. Richtig angewendet dient der Kleber alleine als perfekter
Wundverschluss, ein Vorteil, der sich bei Kindern (Ohranlegung) besonders bewährt hat, da hier
die Angst vor dem Fäden ziehen häufig größer ist als vor der eigentlichen Operation. Das Fäden
ziehen jedoch entfällt, weil ja keine da sind.

Bei Lidkorrekturen gibt es noch zwei weitere Vorteile:

Die Vermeidung von Milienbildung in den Stichkanälen (denn es gibt keine Stichkanäle)

Die Vermeidung eines "Triefauges" oder eines "Rundauges" bei der Unterlidkorrektur, beides
Entstellungen, die durch Entfernung von zu viel Haut entstehen. Unter Spannung klebt der Kleber
aber nicht — ebensowenig wie Papier nicht geklebt werden kann, wenn die Enden nicht passen.
Wundheilung ist die Ausbildung von Narben zum dauerhaften belastbaren Verschluss der
Wunde. Dieses Kunststück vollbringen die Fibroblasten (Bindegewebszellen). Der Gewebekleber
richtet die Fibroblasten so aus, dass sie sich schneller finden. Die Heilung erfolgt schneller.

Kein Krankenhausaufenthalt und optimales Ergebnis
Krankenhausaufenthalt ist postoperativ dann notwendig, wenn Komplikationen zu erwarten sind.
Er erübrigt sich bei Verwendung des Gewebeklebers, weil unter Einhaltung der Ruhigstellung der
Wunden, keine Nachblutungen und auch keine Infektionen zu erwarten sind.
Das optimale Resultat von Schönheitsoperationen hängt häufig von Bruchteilen von Millimetern
ab. Besonders bei Narbenkorrekturen kann eine zu dicke innere Narbenbildung, die nach
Blutergüssen auftritt, das anfänglich gute Ergebnis zunichte machen. Auch hier hat sich der
Gewebekleber bestens bewährt.

Der Gewebekleber wirkt wie stark konzentriertes Blut ohne rote Blutkörperchen. Er wird ebenso
wie körpereigenes Blut innerhalb von drei Wochen völlig abgebaut und hinterlässt keine Spuren
im Körper. Wir haben das selbst durch eigene Untersuchungen an Kaninchen getestet und unter
dem Mikroskop nachgeprüft. Jede Heilungsphase wurde feingeweblich untersucht. Der
Prozentsatz an Allergien belief sich bei unserem Patientengut auf 1/15.000.



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