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von Dr. med. F. U. Piechotta-Flemming
Zum Traumbusen können verschiedene Operationsmethoden führen. Doch die einzelnen
Schnitttechniken haben Vor- und Nachteile.
Hat man sich für eine Brustvergrößerung entschieden, ist es nicht damit getan nur das geeignete
Implantat zu wählen. Entscheidend für den Erfolg der Operation ist auch die richtige
Operationstechnik. Schließlich gibt es verschiedene Möglichkeiten den Schnitt zu führen und das Implantat einzusetzen. Allgemein soll mit einem Brustimplantat der Busen vergrößert werden. In diesem Fall ist zu wenig Brustgewebe vorhanden, da das Drüsengewebe zum Beispiel nicht in den gewünschten Proportionen angelegt oder nach einer Schwangerschaft verloren gegangen ist.
Platzierung des Implantats
Die Brustdrüse sitzt auf dem Brustmuskel. Deshalb sollte die Tasche für das Implantat hinter der
vorhandenen Brustdrüse auf dem Brustmuskel geformt werden. Eine Technik, die das
Implantat unter den Brustmuskel setzt, entspricht somit nicht den natürlichen Vorraussetzungen.
Dennoch wird auch diese Methode angewandt. Die Verfechter dieser Operationstechnik wollen
dadurch die Bildung einer harten Kapsel nach der Implantation verhindern. Bei sorgfältiger
gewebeschonender Operationstechnik und regelmässigen Kontrollen nach der Operation passiert
dies aber auch bei der "natürlichen" Formung der Tasche auf dem Brustmuskel nicht.
Schnitttechniken
Derzeit werden drei verschiedene Schnitttechniken angewandt:
? Der Schnitt unter dem Busen in der so genannten Umschlagsfalte
? Der Schnitt unter der Achsel
? Der Schnitt am Brustwarzenvorhof
Entsprechend der Schnittführung, befindet sich an der Schnittstelle die spätere Narbe.
Der Schnitt unter dem Busen ist die beste Lösung, da man hier kein Brustgewebe zerstört, eine
gute Übersicht hat und somit auch eine sorgfältige Blutstillung durchführen kann. Letzteres ist eine Grundvoraussetzung zur Vermeidung einer harten Kapsel und größerer Komplikationen durch Blutergüsse. Die Narbe ist als feine, kleine Naht in der Haut (so genannte intrakutane Naht) später kaum sichtbar. Ausnahmen sind allerdings zu Keloiden, also Narbengeschwülsten neigende Patienten. Diese Narbenwucherungen würden wegen der Veranlagung aber auch bei den im folgenden beschriebenen Zugangsschnitten auftreten.
Ein Schnitt unter der Achsel ist nicht zu empfehlen, da der Operateur bei diesem Zugang nicht so
gut sehen kann, was er möglicherweise auf dem längeren Weg zur Brust verletzt. Auch eine Blutstillung ist hier weniger gut möglich. Außerdem bedeutet der längere Weg mehr Narbengewebe, dass sich durch die notwendige Ablösung beziehungsweise Freipräparierung für den "Tunnel" bis zum Busen bildet. Zudem ist die Narbe, relativ gut sichtbar, wenn die Arme angehoben werden.
Der Schnitt am Brustwarzenvorhof ist nur aus kosmetischer Sicht zu empfehlen. Wegen der
unterschiedlichen Hautfarbe von Busen und Brustwarzenvorhof ist die Narbe kaum sichtbar.
Doch bei diesem Schnitt muss der Arzt durch das Brustgewebe hindurch operieren und hat wegen des sehr kleinen Schnittes nur einen begrenzten Einblick. Zudem ist eine gute Blutstillung fast ausgeschlossen. Auch hier hat man einen längeren Weg zur eigentlichen Implantationsstelle. Die Konsequenzen entsprechen den aufgeführten Punkten der zuvor beschriebenen Methode.
Generell sollte eine Brustvergrößerung niemals in Vollnarkose ausgeführt werden. Damit würde
man nur die Heilung verzögern, das Blutergussrisiko vergrößert und die Patientin einer unnötigen Vergiftung ihres Körpers aussetzen. Aus dem Traumbusen könnte dann schnell ein Alptraumbusen werden. |
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