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Cellulitebehandlung
von Dr. F. U. Piechotta-Flemming

Wunder sind auch in der plastischen Chirurgie nicht bei der Behandlung der Cellulite, oder besser der "Orangenhaut", zu erwarten.

Cellulite ist keine Krankheit, sondern eine Besonderheit des weiblichen Unterhautfettgewebes das anders als das männliche Fettgewebe angeordnet ist. Die angrenzenden Bindegewebsfasern der durch Fett- und/oder Schlackeneinlagerung aufquellende Fettzellen erlauben nur ein Ausweichen nach oben. Dadurch entstehen die feinen "Huckelchen", die der Haut das Aussehen einer Orange geben. Die Erscheinung wird deshalb auch "Orangenhaut" genannt. Der Begriff Cellulitis ist eher irreführend, da mit der Endung "-is" in der Medizin Entzündungen bezeichnet werden: zum Beispiel Pleuritis (Rippenfellentzündung) oder Myokarditis (Herzentzündung). Auch die Ersatzbezeichnung "Cellulite" tifft nicht den Kern. Der Begriff kommt aus dem Französischen und die Endung "-ite" bezeichnet ebenfalls eine Entzündung. Behandlung der "Orangenhaut" Das vielfach genannte Fettabsaugen ist bei der Behandlung der Cellulite wenig sinnvoll. Die einzigen Möglichkeiten gegen die unerwünschten Erscheinungen an Po und Oberschenkeln vorzugehen sind: ? Eine Umstellung der Ernährung einschließlich der Gabe von Nahrungsergänzungsstoffen, nach eingehender ärztlicher Untersuchung und der Analyse des Ernährungsverhaltens durch sorgfältiges Ausfüllen eines Ernährungsprotokolls, kombiniert mit: ? Einer speziellen mechanischen Massage, die im Prinzip aus einem großen Staubsauger besteht, der die Hautfalten ansaugt und die dann über zwei sich bewegende Rollen kräftig durchgewalkt werden. Dadurch kommt es zu einer vermehrten Durchblutung und einem Schlackenabtransport durch die Lymphe. Die Fettzellen können gewissermaßen "entschwellen" und die "Huckelchen" entschwinden im Idealfall. Das Ganze kann noch durch das Einatmen von reinem Sauerstoff (aus einem Generator frisch erzeugt) potenziert werden. Dies aktiviert den Stoffwechsel. Die Gefahr der vermehrten Bildung von freien Sauerstoffradikalen wird durch die gleichzeitige Gabe von so genannten "Radikalfängern" verhindert. Es sollten etwa 15 Behandlungen appliziert werden. Beim Erzielen eines positiven Effektes wird ein "Auffrischen" in monatlichen Abständen empfohlen, wobei die Ernährungsumstellung und das Zuführen der Nahrungsergänzungsstoffe durchgehend beibehalten werden sollte.