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Plastische Chirurgie und Gesundheit
Körperliche und geistige Gesundheit sind absolute Voraussetzung für einen komplikationsfreien
plastisch-chirurgischen Eingrif. Bei der wiederherstellenden Chirurgie ist dies einleuchtend. Das Krankhafte, also ggf. der Tumor oder die Narben müssen zunächst einmal abgetragen werden
um die dabei verlorengegangenen Körperanteile (Nase, Lippen, Brust usw.) in Form und Funktion
wiederherstellen zu können.
Bei der aesthetischen Chirurgie ist es genauso, will man ein unnötiges Operationsrisiko vermeiden.
Eventuelle vorhandene Krankheiten müssen aufgedeckt werden und behandelt werden um einen optimalen Operationserfolg zu erzielen. Auch Unfallfolgen sollen zunächst einmal völlig abheilen bevor aesthetische Operationen in Angriff genommen werden. So muß z. B. bei einer durch gewaltsame Einwirkung entstellten Nase erst die Narbenheilung völlig abgeschlossen sein, bevor die aesthetische Korrektur mit dauerhaftem Erfolg durchgeführt werden kann. Bei jeder Nasenoperation muß die optimale Funktion der Nase beachtet und, falls diese gestört ist, wiederhergestellt werden.
Plastische Chirurgie ist planbar. Sie kann und muß zu einem Zeitpunkt ausgeführt werden, in dem
der Patient sich im bestmöglichen körperlichen und geistigen Zustand befindet. Er sollte im seelischen Gleichgewicht sein, also in Friedem mit sich und der Umwelt leben. Der gewünschte Eingriff soll das I-Tüpfelchen zu der Gesundheit sein, weil der Fehler, der korrigiert werden soll, das einzige ist, was zum Glücke fehlt. |
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Ziel der Plastischen Chirurgie ist es, das äußere Erscheinungsbild so weit wie möglich zu
verbessern. Man sollte beachten, daß die Nase, das Kinn, die Stirn, der Hals, die Wangenpartie oder die Brust immer nur ein Teil der äußeren Erscheinung darstellen und nicht isoliert betrachtet werden dürfen. Alles muß sich harmonisch ineinander fügen und zu dem Typ des Patienten passen. Der Eingriff soll nur das ändern, was die Harmonie des Ganzen stört.
Die Plastische Chirurgie ist eine Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Hierdurch sind
der Erfüllung von persönlichen Wunschvorstellungen natürliche Grenzen gesetzt, nämlich die der
wissenschaftlichen Erkenntnisse. Vereinfacht kann man vielleicht sagen, ein Mensch ist keine Maschine und kein Mensch ist wie der andere. Das bedeutet dann: Bei einer plastisch-chirurgischen oder kosmetischen Operation ist das Ergebnis nicht nur abhängig von einer guten Planung und sorgfältigen Ausführung der Operation, sondern unterliegt wie alle anderen Operationen dem natürlichen Heilungsverlauf, bei dem Schwellungen und Narbenbildungen auftreten; denn der plastische Chirurg ist ein Arzt und kein Zauberer. Diese im Zuge der Heilung natürlichen Reaktionen können sehr unterschiedlich ausfallen, da nicht jeder Mensch in der gleichen Weise auf eine Operation reagieren muß.
Aus diesen Gründen würde es der ärztlichen Ethik widersprechen, eine Garantie für das Ergebnis
einer Behandlung oder Operation zu übernehmen. Bereits 0,5 mm zuviel Gewebe, meinetwegen durch eine Narbe, kann bei diesen minutiösen Operationen schon ein völlig anderes Aussehen bewirken. Neben den beschriebenen Faktoren, die bei der Wundheilung entstehen, wirken noch viele andere mit, wie z.B. die unterschiedliche Dicke der Haut, das Vorhandensein oder die Abwesenheit von Fett in den von der Operation betroffenen Körperregionen, das "relative Alter der Haut", die Anzahl und vor allen Dingen die Tiefe der Falten, die evtl. vorhanden sind, der Knochenbau, erbliche und hormonelle Einflüsse und anderes. Doch auch der Patient kann einen erheblichen Teil zum Erfolg seiner Operation beitragen. Dazu gehört auch, daß man entspannt und ruhig, voller Vertrauen in das Gelingen des Eingriffes zum Operationstermin erscheinen. Man soll, soweit wie möglich, jeglichen Ärger und Streß ausschalten. Ideal wäre es, wenn man sich vor der Operation ein bis zwei Tage frei nehmen könnte, die dann mit Waldspaziergängen und den Lieblingsbeschäftigungen ausgefüllt sein sollten (Ausschweifungen jedweder Art sind damit nicht gemeint!).Ängstliche Spekulationen über ein etwaiges Mißlingen der Operation sind gänzlich fehl am Platze. Sollten man diese seelische Grundhaltung nicht bei sich bemerken so ist man u.U. zur Zeit psychisch einem derartigen Eingriff noch nicht gewachsen, so daß es ratsamer wäre, ihn auf einen anderen Zeitpunkt zu verschieben oder ganz sein lassen. |
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