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Die ärztliche Beratung- der Test der Seriosität des Chirurgen
Kostenlos und unverbindlich, hereinspaziert!
Immer wieder sehen wir in unserer Praxis verpfuschte oder verängstigte Patienten, die ratlos von einer kostenlosen Beratung eines Arztes oder Institutes zur anderen hetzen und dann schließlich doch zu einer kostenpflichtigen Beratung zu uns kommen. (Diese ist in der Höhe jeder ärtzlichen Beratung in einem anderen Gebiet vergleichbar und orientiert sich streng nach der GOÄ (der Gebührenordnung für Ärzte). Sie haben nämlich erkannt, daß all diese anderen kostenlosen und unverbindlichen Beratungen im Grunde nur Verkaufsgespräche sein können, denn kein Arzt kann von kostenlosen Beratungen leben. Er wird also danach trachten, die Beratung so zu lenken, daß der Patient sich dazu entschließt eine Operation bei ihm durchführen zu lassen.
Die wirkliche Beratung
Ein Arzt, der in seinem Lebenswandel sich nicht an der Schickeria orientiert, wie es viele "Schönheitschirurgen" tun, kann aber sehr gut von Patientenberatungen leben, denn dies sind ja ärtzliche Leistungen, die honoriert werden müssen. Einem verantwortungsbewußt beratenden Chirurgen wird gewiß so manche höhere Verdienstmöglichkeit entgehen, die eine Operation logischerweise mit sich bringt. Sie werden aber merken, daß Sie dort geborgen sind, wenn Sie fühlen, daß er sie auch mit seiner Beratung wirklich ärtzlich betreut, ja sogar auch von irgendetwas abrät und nicht alles macht, was Sie wollen.
Der Ärztetest
Sie können die "kostenlosen Berater" ja mal testen: Nehmen wir an, Sie haben ein knackigen Busen, der in Form und Größe zu Ihnen paßt. Dann machen Sie sich frei und sagen: "Ich hätte gerne mehr Oberweite!" Bestehen Sie darauf, auch wenn der vielleicht sogar noch vorhandene letzte Rest Gewissen in ihm sagt: "Was sollst Du da denn machen?" Die meisten, die dann zusagen, reden sich heraus mit der Behauptung: "Der Patient hat es ja so gewollt" s. Dolly Buster....
Oder Sie haben eine perfekte Nase und meinen, sie müsse mehr nach oben zeigen, weil Sie dann jugendlicher wirken würden.
Vielleicht auch mal versuchen zu überreden einen gewissen orientalischen touch in Ihren Augenschnitt zu geben.
Wie finde ich den die "Guten"
Das ist leider nicht so leicht. Ich verweise auf meine Artikel; "Der gute plast. Chirurg" und "Hauptsache die Kasse stimmt" Mitgliedschaften in Gesellschaften sagen Ihnen als Laien gar nichts. denn die gibt es wie Sand am mehr. Außerdem benennen sie sich rasch um in die von ihnen gewünschten Zwecke. So hat sich die "Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Medizin", deren Gründungsmitglieder wir sogar waren, vor ca zwei Jahren einfach in "Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie" umbenannt, obwohl die Mitglieder sich in der Hauptsache aus Internisten, Kieferchirurgen, Dermatologen, Allgemeinärzten und HNO-Ärzten und auch Chirurgen zusammensetzten. Das war unter der alten Bezeichnung auch erwünscht, denn auch die nicht operativ Tätigen sollten auf den Fortbildungsveranstaltungen lernen, wie sie Patienten vor und nachbehandeln und auch wie sie vielleicht kleinere kosmetische Tricks anwenden können. Nun sind die alle aber nach außen hin von einem Tag zum anderen zu Chirurgen geworden. Wir hatten daraufhin unverzüglich unseren Austritt erklärt! Auch die Zusatzbezeichnung "Plastische Chirurgie" oder Plastische Operationen" geben nur ein wenig Sicherheit, denn wer lange genug in der Klinik ausharrt, kriegt die schon, doch hat er wirklich die Fingerchen für feinste ästhetische Eingriffe. Es bleibt nach wie vor nur die Mund-zu-Mund-Propaganda als das beste Mittel. Eine mit Urkunden voll behängte Wand sagt Ihnen auch nichts, weil Sie gar nicht wissen, wie der Doktor dazu kam. Manche ganz toll aussehenden Dinger sind eigentlich nur Anwesenheitsbescheinigungen für irgendeinen Kongress!
Meiden Sie Praxen mit Vorher-Nachher-Alben
die Bilder sind keine Garantie, daß der vor Ihnen sitzende Arzt sie auch gemacht hat und jeder Mensch ist sowieso anders. Man kann halt eine Nase nicht aus einem Katalog aussuchen. Auch die Morphing-PC-Programme sind nur bedingt zu gebrauchen. Es reicht eigentlich ein Foto, worauf angezeichnet wir, was man machen will und vor allem und in der Hauptsache das Vertrauen zum Arzt, daß er, wenn er bereit ist, Sie zu operieren, Ihnen keinen Schaden zufügt, weder körperlich noch seelisch!
Trick 17
Es gibt aber bei einem Ihnen unbekannten Arzt die Möglichkeit nach operierten Patienten zu fragen, die bereit sind Auskunft zu geben. Ein glücklicher Patient wird das gerne tun und so haben auch wir manchem "Neuen" die Angst vor der örtlichen Betäubung oder der Operation schlechthin nehmen können. Lassen Sie sich nicht mit Dankesbriefen oder "Referenzschreiben" ködern. Das ist Quatsch! Sie müssen mit den, am besten mehreren, operierten selber sprechen, allein, am besten nicht in der Praxis. Nun manchmal ist bei uns ein "frisch" operierter gerade da und ein ängstlicher "Neuer" kommt. Dann fragen wir den Operierten, ob er den Auskunft geben will und ist dieser bereit, was in der Regel der Fall ist, dann lassen wir die beiden alleine in einem Extraraum