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Von Dr. F.-U. Piechotta-Flemming
Gestern hatte ich die Freude in der TV-Probe den allen als Eisprinz bekannten Hans-Jürgen Bäumler , als mit 61 Lenzen hochaktiven, ja geradezu jugendlichen, routinierten Schauspieler kennenzulernen. Ich muß ehrlich zugeben, daß ich dies nicht vermutet hatte. Hans-Jürgen Bäumler ,der mit Marika Kilius das Eiskunstlauf-Traumpaar der 60er-Jahre bildete (Weltmeister, mehrfache Deutsche und Europameister im Paarlaufen) spielt zum ersten Mal in Berlin Theater. Doch ich erinnere mich auch an Filme wie "Salto mortale". Was die meisten nicht wissen ist, daß H.J. Bäumler seit 1982 (!!!) ausschließlich auf der Bühne steht. Er war praktisch in allen Großstädten Europas auf Tournee, von München über Düsseldorf, Bern, Basel und Wien, um nur einige zu nennen --- nur Berlin hat er ausgelassen, oder wir haben ihm keine Angebote gemacht, die attraktiv genug waren... Um so mehr freuen wir uns, ihn jetzt hier zu haben! Wir erinnern uns alle noch an die TV-Shows "Der Apfel fällt nicht weit..." und die vielen Folgen der RTL-Show "Riskant". Ich hab mal nachgefragt: es waren 650!!! Zuletzt spielte er unter anderem in "Es war nicht die Fünfte, es war die Neunte" in Düsseldorf, "Zwei links, zwei rechts" in Frankfurt, "Bleib doch zum Frühstück" in Wien, Bochum und Dortmund. "Wirst Du mich auch morgen früh noch lieben?" wurde wegen des großen Erfolges sogar im Fernsehen aufgezeichnet!
Am 7. März hat er unter der Regie von Jürgen Wölffer im Theater am Kurfürstendamm mit der Komödie "Wie wär's denn?" Premiere. Zu Berlin besteht in sofern für Bäumler eine besondere Beziehung, da hier sein schauspielerisches Talent von der Berlinerin Edith Hancke erkannt wurde, die ihn vom Fleck weg 1964 für das Stück "Ein Engel namens Schmidt" auf die Bühne holte. Allerdings nach Heidelberg, weil sie damals dort arbeitete. Christiane Rücker und Beatrice Richter sind ja schon "Urgesteine" des Showbusiness, obwohl sie nicht so aussehen aber keinesfalls mit ihrer jugendlichen teils sogar kräkeligen Aktivität ihrem Alter entsprechen. Regie führt Theaterchef Jürgen Wölffer routiniert selber.
Die Komödie "
Wie wär's denn!" von Ray Cooney und John Chapman, bekannten Erfolgsautoren von Stücken wie "Not now darling", "There goes the bride" oder zusammen mit Tony Hilton "Bang Bang Beirut" und "One for the pot" oder das zusammen mit Ray Cooney verfaßte weltbekannte "Why not stay for breakfast". Allein schrieb er u.a. "Run for your wife", "Chase me comrade" und "Funny monney". Dies ist nur ein minimaler Ausschnitt des ungeheuer produktiven und begabten englischen Theaterschaffenden, der 1946 seine Karriere im Palace Theater, London, begann.
Die story:
Kinderbuchverleger Philip Markham läßt sich von seinem Freund Henry überreden, ihm sein Schlafzimmer für einen Seitensprung zu überlassen – nicht ahnend, da? die Frau seines Freundes und Freundin seiner Frau mit deren Hilfe ein ähnliches Abenteuer im Sinn hat. Die überraschend bei ihrem Verleger auftauchende Erfolgskinderbuchautorin vergrößert das Chaos zusehends. Alles in allem verspricht die neue Inszenierung einen, nicht zu tiefsinnigen, dafür aber sicher sehr vergnüglichen Abend!
Premiere am 7. März 2003 Laufzeit bis 1. Juni 2003