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AIDA
Von Giuseppe Verdi
Oper in 4 Akten in italienischer Sprache
Libretto: Antonio Ghislanzoni
Uraufführung: 24. Dezember 1871 in Kairo

Musikalische Leitung Markus Lehtinen Inszenierung Götz Friedrich Bühne, Kostüme Pet Halmen Chöre Ulrich Paetzholdt . Il Re Josef Becker Amneris Irina Mishura Aida Amarilli Nizza Radames Sidwill Hartman Ramphis Reinhard Hagen Amonasro Alberto Mastromarino Un messagero Volker Horn Sacerdotessa Andion Fernandez . . . - Giuseppe Verdi
Oper in 4 Akten (7 Bildern) Libretto von Antonio Ghislanzoni
Uraufführung: 24. Dezember 1871 in Kairo
Premiere der Neuinszenierung an der Deutschen Oper Berlin: 22. März 1982
Inszenierung: Götz Friedrich, Ausstattung: Pet Halmen
Die Aida ist fürwahr eine Schicksalsoper! Nicht nur vom Thema her ist sie das. Die Aida hat an der Deutschen Oper Berlin für mich eine ganz besondere Bedeutung. Wie die beiden Protagonisten der Oper, so kommen auch Giuseppe Sinopoli, der 1990 wegen künstlerischer Unstimmigkeiten seinen Vertrag als Chefdirigent der Deutschen Oper Berlin nicht antrat und der ehemalige Intendant der Oper Götz Friedrich, erst im Augenblicke des Todes wieder zusammen.
Geplant waren zwei Vorstellungen von Giuseppe Verdis "Aida" am 20. und 22. April 2001 als Zeichen der Versöhnung zwischen Götz Friedrich und ihm. Nach dem Tod von Götz Friedrich im Dezember 2000 widmete Giuseppe Sinopoli sein Dirigat dem Andenken an den verstorbenen künstlerischen Mitstreiter. Im damaligen Programmheft lesen wir dazu:
Alles wird nun ohne ihn, aber für ihn geschehen. Ihm widme ich die Empfindungen, die mir an jenem Abend geschenkt sein werden, in dem Theater, das ich geliebt habe und von dem ich geliebt wurde, und in das ich zurückkehre, weil Götz mich voller Zuneigung an die Hand genommen und gebeten hat, keinen Abschnitt unseres Lebens zu vergessen, aber den anderen, stärkeren, schöneren, wahreren immer in Erinnerung zu halten.
Wenn Götz mich heute zum Pult begleitet, wird es mir scheinen, als wiederhole er mit klarer überzeugender Stimme die Worte des Ödipus von Sophokles, die er, bevor er die Szene verlässt, an die Menschen von Kolonos richtet: "...Du und diese Stadt... das Schicksal sei Euch gnädig, und im Wohlergehen erinnert Euch immer mit Freude an mich, wenn ich tot sein werde."
Es war wohl die ungeheure emotionale Belastung die im Nil-Akt der spannungsgeladenen , Aufführung zuviel wurde für das angegriffene Herz des Dirigenten. Er brach mit einem Herzinfarkt zusammen und starb noch an dem selben Tag, dem 20. April 2001. Aida hat aber für Sinopoli eine noch andere, noch persönlichere Bedeutung: Sinopoli, (u.a. auch Komponist, Mediziner, Archäologe) gab 1976 in Venedig mit Aida sein Debüt und dieselbe Oper von Verdi begleitete ihn in jene uns unbekannte, unheimliche und zugleich trostreiche Ebene jenseits aller unser Vorstellungen...
Nur wenige Opern sind so bekannt wie Aida, nur wenige Kompositionen so eindrucksvoll wie der mächtige Triumphmarsch.. Aida zählt zu den Meisterwerken italienischen Opernschaffens. Prunkvolle Szenen und gewaltige Chöre stehen zartester Lyrik gegenüber. Der Faszination des ägyptischen Kolorits kann sich kein Zuschauer entziehen.
Anlässlich der Eröffnung des Suez-Kanals 1869 war die dafür neu erbaute Oper mit einer Vorstellung von Verdis Rigoletto eingeweiht worden. Aber die ägyptische Regierung plante eine eigene Oper für das neue Theater in Auftrag zu geben. "in ausschließlich ägyptischen Stil". Verdi, der den Auftrag erhielt, ließ denn auch für die Triumphszene sogar spezielle Trompeten anfertigen. 1871 erlebte Aida ihre glanzvolle Uraufführung, vom Kairoer Publikum enthusiastisch gefeiert.
Interessantes Detail am Rande, weil wir doch die meisten großen Künstler meist in Armut lebend kennen Verdi forderte 150.000 Franken allein für die Aufführungsrechte in Ägypten - eine bis dahin einmalige Gagenforderung für eine Auftragskomposition., sogar mit dem Recht, die Oper an einem Ort seiner Wahl uraufführen zu lassen, wenn es ohne sein Verschulden zu einer Verzögerung der Kairoer Uraufführung käme. Ferner sollte das Honorar in Gold gezahlt werden, wegen der Unsicherheit durch den deutsch-französischen Krieg.
Obwohl Verdi seine Komposition AIDA bereits im November 1870 fertiggestellt hatte, konnte die Aufführung noch nicht stattfinden da die Kostüme im von Preußen belagerten Paris eingeschlossen waren. Um Ägypten nicht um das Recht der Uraufführung zu bringen, verschob Verdi auch die europäische Erstaufführung.
Verdi war in Kairo nicht anwesend, sondern konzentrierte sich auf die europäische Premiere an der Mailander Scala 1872, wo er einen seiner größten Triumphe feiern konnte. Aida zeichnet sich durch eine farbenfrohe Partitur und eine intime, kammerspielartige Struktur aus. Abgesehen von der aufwendigen Triumphszene im zweiten Akt widmet sich die Oper stärker als je zuvor den inneren Konflikten der Protagonisten. Bis zur radikalen Neudeutung von Aida durch Hans Neuenfels 1981 in Frankfurt am Main dominierten in den Aufführungen die prunkvollen Massenszenen.

Gab am 03.04.03 ihr mit Aida Hausdebüt an der Deutschen Oper. Eine nachtigall- und lerchengleiche Stimme, excellente darstellerische Leistung und ein äußerst ansprechendes Äußeres lassen auf eine große Karriere hoffen!
Irina Mishura, Mezzosopran, Amneris die "Tochter des Pharao"
Gab ebenfalls am 03.04.03 ihr mit Aida Hausdebüt an der Deutschen Oper. Ebenfalls excellente hörenswerte Stimme. Im August 2003 wird sie Amneris und Carmen in der Arena di Verona verkörpern, in der Spielzeit 2003/4 Marina Mnischek (Boris Godunow) unter Semyon Bychkov, sowie 2004/5 Carmen an der Met.
Auf ihrer ersten Recital-CD "In der Stille der Nacht" singt sie Lieder von Tschaikovski, Rachmaninow und Schostakowitsch.
Markus Lehtinen
dirigierte am selben Tage zum ersten Mal diese Oper,Albeto Mastromarino
sang erstmals den Amonasro, den Vater der Aida.und gab damit sein Rollendebüt. Glanzvoll ebenfalls. Eine imposante Erscheinung in Stimme und Statue.Die lange komplizierte Handlung entnehmen Sie bitte der website der Deutschen Oper Berlin : http://www.deutsche-oper.berlin.de/home/rep_oper/aida/aida.htm