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Tosca

Giacomo Puccini
.Melodramma in 3 Akten in italienischer Sprache
Libretto: Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
Uraufführung: 14. Januar 1900 in Rom
Musikalische Leitung Antonello Allemandi
Vjekoslav Sutej [7. Nov.]
Marc Albrecht [9.,12. April ]
Daniel Oren [28. Juni]
Bei der
Tosca-Aufführung vom 20. Mai 2000 in einer Inszenierung von Boleslaw Barlog erfüllten wahre Begeisterungsstürme die Deutsche Oper und auch die Aufführung vom 12.04.2003, die ich besuchte spielte vor einem sichtlich bewegten fast vollem Hause. Dies bestätigt mich in meiner, obwohl auch Freyer-Fan, oft altmodischen Ansicht, klassische Stücke auch zeitgemäß inszeniert faszinieren können und nicht immer nur in gewollt moderner Aufmachung wie es vielleicht die "Pop Opera" von Lucio Dalla sein wird, die im Juni 2003 anläßlich der 100-Jahresfeier der Villa Borghese in Rom uraufgeführt wird. Wie diese genau ausschauen wird, wissen wir nicht --- bis auf die Tatsache, das die überaus reizvolle Sabrina Ferilli mitmacht... Die Pressekonferenz aber, wo die gesamte Mannschaft in weißen Overalls mit gelben Bau- Schutzhelmen mit der Aufschrift "Tosca-lavori in corso (in Arbeit oder Achtung Baustelle) erschien, läßt uns einiges befürchten...Nun Barlog bot eine wunderschönes, einer veristischen Oper auch zukommendes, Bild zur Zeit der Napoleonischen Kriege. Besonders gelungen der erste Akt mit einer täuschend ähnlichen Athmosphäre einer der vielen Nebenaltäre einer römischen Kathedrale. Sehr schön auch die Details, wie im Hintergrund der Bischof mit seinem gesamten "Hofstaat" nach einer Messe segnend im Mittelschiff der Kirche an eben jenem Nebenaltar vorbeischreitet..
Da, wegen der vielen internationalen Engagements der berühmten Künstler, die Besetzung häufig wechselnd will ich hier nur Gary Simpson erwähnen, der mich durch seine sängerische Leistung stark beeindruckt hat. Ines Dalazar als Tosca überzeugte weder schauspielerisch noch stimmlich. Der in der Regel einzeln namentlich nicht genannte "Rest" der Belegschaft der Deutschen Oper bot, wie immer routinierte, ausgefeilte deutsche Qualitaetsarbeit im besten altem Sprachgebrauch. Der junge Dirigent Marc Albrecht erheiterte uns alle, als er beim Anfang des zweiten Aktes entdeckte, daß er seine Noten vergessen hatte. Doch das Publikum applaudierte wohlwollend an Stelle zu Lachen als er die Noten schwenkend zurückkam
Der Inhalt von Tosca ist die tragische Liebesgeschichte der Sängerin Tosca und des Malers Cavadarossi, ausgelöst durch die skrupellose Handlunsweise des "Polizeipräsidenten" Scarpia. Der genauere verschachtelte Handlungsablauf ist den Programmseiten der Deutschen Oper zu entnehmen: http://www.deutsche-oper.berlin.de/home/rep_oper/tosca/tosca.htm
Gary Simpson, Bariton
(Biographie entnommen von den Online-Programmseiten der Deutschen Oper)Der amerikanische Bariton hat sich besonders mit seinem Verdi-Repertoire einen Namen gemacht: den Rigoletto hat er in mehr als 70 Vorstellungen in 5 Ländern von Hawaii bis Sri Lanka verkörpert, 2001 in Washington seinen ersten Falstaff und ist auch gefragt als Renato / Ein Maskenball, Macbeth, Germont / La Traviata, Posa / Don Carlos, Jago, Nabucco, Pagano / Gerusalemme (wobei er erfolgreich für Samuel Ramey einsprang). Über seine Interpretation des Scarpia (als der er am 9. 4. 2003 an der Deutschen Oper Berlin debütiert) schrieb ein Kritiker in Toledo: "Seine dunkle, machtvolle Stimme klang wie die Inkarnation des Bösen". Von Puccini singt er auch Marcello, Sharpless, Michele / Der Mantel und Jack Rance / Das Mädchen aus dem Goldenen Westen (u. a. in der Spielzeit 2002/2003 in Los Angeles). Außerdem war er als Tonio / Der Bajazzo, Gerard / André Chénier, als Donner / Das Rheingold in Montreal, Kurwenal in Hawaii, in Of Mice and Men in Orlando sowie mit den Bariton-Soli in Carmina Burana zu hören. Auf der CD von Meyerbeers Die Hugenotten mit Krassimira Stoyanova und Marcello Giordani, dirigiert von Eve Queler, die im August 2000 live in der New Yorker Carnegie Hall mitgeschnitten wurde, singt er den Grafen St. Bris.
Zum Abschluß ein paar Daten des Komponisten
:Giacomo Puccini (1858-1924)
Persönliche Daten:
Geburtstag: 22. Dezember 1858
in Lucca (Italien)
Todestag: 29. November 1924
in Brüssel (Belgien)
Messe:
Messa di Gloria
Opern:
Madama Butterfly
Gianni Schicchi
Il Tabarro
Il Trittico
La Bohème
La Fanciulla del West
Manon Lescaut
Sour Angelica
Tosca
Turandot