Der Schuh des Manitu

Regie: Michael Herbig
Darsteller: Michael Herbig = Abahachi/Winnetouch, Christan Tramitz =Rancher, Sky
Dumont = Santa Maria,
Mair Bäumer = Uschi, Hilmi Sözer = Hombre, Rick Kanian = Dimitri, Tim Wilde = John
Kamera: Stefan Schuh Drehbuch: Michael Herbig, Alfons Biedermann, Rick
KavanianMurmel Clausen Musik: Ralf Wengenmayr

Der Titel verraet ja schon, dass es eine Klamotte ist --- wozu dann das Geschrei vieler
Leute. Wenn man sich mit Tragik und Leid befassen moechte, dann schaut man sich
vielleicht „Enemy at the gates" (bewegendes zwischenmenschliches Drama zweier
feindlicher Scharfschuetzen in Stalingrad) von Jean-Jaques Arnaud an und nicht den
von Schuh gefilmten Schuh! Aber es ist eine liebenswerte Klamotte, wozu vielleicht auch
der bayrische Humor des Filmes beitraegt. Wir sehen einen flotten, frechen Verschnitt
der bekannten „Karl-Mays", „Indiana-Jones" und „Spiel mir das Lied vom Tod"-
Produktionen. Ein Handlung habe ich daher auch nicht bemerkt --- aber auch nicht
vermisst. Ich muss gestehen, dass ich herzlich gelacht habe. Da kann man ueber die
paar Stellen, die wirklich zu bloed sind, doch cool hinwegsehen... Selbstverstaendlich
werde ich mir nicht jeden Tag solch einen Film ansehen, wuerde das auch nicht meinen
Lesern raten.

Dr. F.-U. Piechotta-Flemming







Die Fabelhafte Welt der Amelie

Regie: Jean-Pierre Jeunet
Darsteller: Amelie = Audrey Tautou , Nino = Matthieu Kassowitz, Madeleine = Yolande Moreau,
Hippolito =
Artus de Penguern, Collignon = Urbain Cancellier, Joseph = Domenique Pinon
Kamera: Bruno Delbonnel Drehbuch: Guillome Laurant, Jean-Piere Jeunet Musik: Yan Tiersen

Ein hinreissender Film, der getreu franzoesischer Filmtradition, leicht anfaengt und eine einfache
Geschichte aus dem taeglichen Leben erzaehlt, um dann den Zuschauer immer mehr in der
Handlung gefangen zu nehmen.Wenn der Film ein Buch waere (Drehbuecher zaehlen nicht!),
dann ist eines dieser Buecher, die man nicht aus der Hand legen kann und die ganze Nacht bis
zum Morgengrauen hindurchliest --- bis zur letzten Zeile! Doch das haben Filme ja Buechern
voraus: es ist ihnen viel leichter Atmosphaere zu schaffen, schon allein durch die Ausstrahlung
der Darsteller ---- und Audrey Tautou besitzt diese Ausstrahlung ueberreichlich! Es ist die nicht
nachzuerzaehlende Geschichte von einer Serviererin in einem kleinen Bistro am Montmartre und
ihren Traeumen. Der Film ist eine Suche nach und eine Vision von einer besseren Zeit. Es ist
unmoeglich den Strom der Bilder und Geschichten in dieser Geschichte zu behalten oder gar zu
ordnen. Man kann sie nur auf sich wirken lassen. Und sie wirken! Nach zwei Stunden ist man ein
anderer --- geloester, gelassener, heiterer...

Dr. F.-U. Piechotta-Flemming
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