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Pauschbetraege in der sog. "Schoenheits-Chirurgie"
von Dr. Franz-Udo Piechotta-Flemming

Den meisten Menschen, die sich fuer nicht lebensnotwendige operative Eingriffe interessieren, ist nicht klar, dass es die "Schoenheitschirurgie", ueber die sie doch so viel in Ihren Zeitschriften lesen, gar nicht gibt. Es gibt zwar plastisch-chirurgische Eingriffe, die oberflaechlich betrachtet der Schoenheit dienen. Dies sind die aesthetisch-chirurgischen Eingriffe, die aber zu den medizinisch indizierten Eingriffen zaehlen. Dann gibt es, leider mit ansteigender Tendenz die nicht medizinisch indizierten Eingriffe, die kosmetisch-chirugischen Eingriffe. In letzter Zeit sehen wir leider noch, als Auswuchs, die "Partychirurgie" aufbluehen...

1. medizinisch indizierte aerztliche Leistungen

In der Medizin wird in der modernen Zeit - des lieben Geldes wegen - leider nicht immer gemacht was wirklich notwendig ist. Daher kommen wir zu den zunaechst schwer verstaendlichen Begriffen von medizinisch indizierten und medizinisch nicht indizierten aerztlichen Leistungen.

Die medizinisch eindizierten aerztlichen Leistungen sind all die Leistungen die zur Heilung einer Krankheit und/oder Gesunderhaltung des Patienten notwendig sind.
Dazu zaehlen neben den unzaehligen notwendigen unbeachteten taeglichen Bemuehungen des Hausarztes und auch des Spezialisten die vielen operativen Eingriffe um, wie es ein auslandischer Kollege so nett in seiner ihm eigenen Mundart ausgedrueckt hat: "Lebbben zu rettten!!" Es muss dies nicht immer gleich eine Krebs-Operation sein. Eine einfache Blinddarmentzuendung kann manchmal lebensbedrohliche Ausmasse annehmen, wenn nicht rechtzeitig operiert wird.

All diese Leistungen werden in der Regel direkt ueber die Krankenkassen abgerechnet. Ein Privatversicherter bekommt aber eine Rechnung nach der GOAE (Gebuehrenordnung fuer Aerzte), da der Patient in diesem Falle der Vertragspartner des Arztes ist. Er muss dann die Rechnung zur Erstattung bei seiner Krankenkasse einreichen.Ist er sich im Voraus nicht im Klaren ueber die Hoehe der Erstattung, so muss der Arzt ihm einen Kostenvoranschlag zur Vorlage bei der Kasse erstellen.

2. nicht medizinisch indizierte aerztlich Leistungen

Nicht medizinisch indizierte aerztliche Leistungen sind all diejenigen Leistungen, die von einem Arzt ausgefuehrt werden koennen, fuer die aber keine medizinische Notwendigkeit besteht. Hierunter zaehlen extra weisse Zaehne beim Zahnarztaber auch normale medizinsche Leistungen, die ein Arzt vielleicht verordnen mag, wie Massagen, nur weil es dem Patienten angenehm ist. Sie merken es schon: hierunter fallen auch alle sog. kosmetischen Leistungen der sog. Schoenheitschirurgie. Der ausfuehrende oder verordnende Arzt ist haeufig gar nicht genug geschult eine saubere Rechnung zu erstellen, in den meisten Faellen aber auch unwillig, da sie Mehrarbeit und U.U. Verdiensteinbussen mit sich bringt. Ausserdem, wie sieht eine aerztliche Rechnung ohne Diagnose, also dem Grund der Behandlung aus?? Die kann aber nicht gestellt werden, es sei denn man erfindet eine.

3. Plastische Chirurgie

Die Plastische Chirurgie ist nun eine anerkannte arztliche Spezialisierung. Zu ihr rechnet man die gesamte Rekonstruktive (wiederherstellende)Plastische Chirurgie nach Unfaellen oder Krankheit und die Konstruktive Plastische Chirurgie, die bereits vorhandene Fehler oder Defekte (Hasenscharte)auszugleichen versucht. Zu Ihr zaehlt als Untergruppe aber auch die Aesthtetische Chirurgie, die sich mit dem auesseren harmonischen Erscheinungsbild des Menschen und/oder des betreffenden Koerperteiles befasst, was wir gemeinhin als "Schoenheit" definieren. Fuer alle Leistungen der Plastischen Chirurgie kann natuerlich eine Rechnung nach der GOAE erstellt werden.

4. Aesthetische Chirurgie

Wie schon erwaehnt befasst sich die aesthetische Chirurgie als Teil der Plastischen Chirurgie mit der harmonischen Gestaltung des aeusseren Erscheinungsbildes, allgemein "Schoenheit" genannt.Daher kommt auch die Verwechslung der Plastischen und Aesthetischen Chirurgie mit der eigentlich offiziell nicht existierenden Kosmetischen Chirurgie auch "Schoenheits-chirurgie" genannt.Diese Bezeichnung ist aber frei erfunden und wird von den Betreibern gewisser Institute aus kommerziellen Gruenden massiv gebraucht.

Es ist aus dem bisher gesagten ersichtlich , dass fuer die aesthetischen Eingriffe derr Arzt selbstverstaendlich eine Rechnung und auch einen Kostenvoranschlag nach der GOAE erstellen kann.

5. Kosmetische Chirurgie

Kosmetische Chirurgie ist eine Bezeichnung fuer etwas, das es gar nicht geben duerfte. Sie ist offiziell nicht anerkannt und beinhaltet nicht einmal eine Beschreibung der Taetigkeit im Namen, wie andere nicht anerkannte Zusatzbezeichnungen z.B. "Anti-Aging-Spezialist". In Verbindung mit dem Namen des Spezialgebietes "Chirurgie" erweckt sie zudem den juristisch nicht einwandfreien Zusammenhang einer offiziell anerkannten Fachdisziplin.

Die Kosmetische oder Schoenheits-Chirurgie fuehrt medizinisch nicht indizierte Eingriffe aus, frei nach dem Wunsch des Patienten, der hier besser Kunde genannt werden sollte. Er kauft sich naemlich etwas, was ihm gut und richtig erscheint, ohne dass irgendeine Notwendigkeit etwa in Form eines Leidensdruckes dazu bestuende. Der Arzt, der dann eine solche nicht indizierte medizinische Leistung ausfuehrt betaetigt sich streng genommen nicht als Arzt und in der Tat koennen kosmetische Eingriffe auch von Nicht-Aerzten vorgenommen werden. Aus Gewinnsucht verzichtet er damit gewissermassen auf seine durch fleissiges Studium erworbene Approbation in dem er die Bezeichnung Kosmetischerr Chirurg oder Schoenheitschirurg annimmt oder zulaesst.Fuer seine Leistung stellt er auch bezeichnenderrweise keine Rechnung nach derr Geguehrenordnung fuer AERZTE! Sehr folgerichtig wird die Taetigkeit dieser Kollegen zumindest steuerlich demnaechst nicht mehr als aerztliche Taetigkeit angesehen, womit dann die Befreiung von derr MWST wegfaellt, d.h. diese Leistungen sind wie jeder andere Kauf oder Verkauf mehrwertssteuerpflichtig.

6. Partychirurgie

Die Partychirurgie ist ein von mir erfundener Begriff. Man wird auch niemenden finden, der sich "Partychirurg" nennt.Dieser Phantasiename kennzeichnet aber treffend die erschreckende Entwicklung der kosmetischen Eingriffe. Auf sog. beauty-parties laesst sich die dekadente Schickeria in der Kueche des Gastgebers von einem ethiklosen Arzt oder auch Nichtarzt die Falten unterspritzen und/oder ein Nervengift in die Stirne spritzen um die Stirnmuskulatur zu laehmen und somit eine glatte Stirn zu erhalten. Wir sehen, was fuer perverse Auswuechse die Gier nacht Geld auf der einen Seite und die Eitelkeit (bezeichnenderweise zwei der sieben Todsuenden)hervorbringt. Selbstredend gibt es hier, wenn ueberhaupt, keine Rechnungen nach der GOAE!

Ohne gute umfassende plastisch-chirurgische Ausbildung und jahrelange operative Praxis sowohl in der konstruktiven wie auch der rekonstruktiven Plastischen Chirurgie kann mit gutem Gewissen kein aesthetischer Eingriff vorgenommen werden. Rein kosmetische Eingriffe, ganz zu schweigen von dem Treiben auf den "beauty-parties" sind nicht medizinisch indiziert und mit der aerztlichen Ethik unvereinbar. Fuer eine korrekte arztliche Leistung kann und wird in der Regel eine Rechnung und manchmal sogar vorher ein Kostenvoranschlag errstellt. Das ist bei aesthetischen Eingriffen nicht anders. Auch sie haben in der Rechnung zunaechst einmal eine Diagnose nach dem ICD 10, dem International code of deseaeses. Fuer eine rein aus Laune oder aus spektakulaeren Gruenden (Michel Jackson, Dolly Buster) vorgenommene Opeation kann man natuerlich auch keine vernuenftige Diagnose finden -- hoechsten "Gesisteskrankheit"... Wir hoffen durch diesen Aufklaerungsartikel Ihr Urteilsvermoegen soweit geschaerft zu haben und Ihnen das notwendige Wissen in die Hand gegeben zu haben, damit Sie erkennen vor welcher Sorte "Doktor" sie stehen. Wir bitten daher , diesen Artikel an Freunde und Bekannte weiterzuleiten, damit ein moeglichst grosser Personenkreis in den Besitz dieser Informationen kommt.

Prof. Flemming ist eine international anerkannte Hochschullehrerin (wenige der sog. "Operateure" kommen zudem aus der Universitaet). Sie hat Plastische Chirurgie hier in Berlin am Universitaetsklinikum Steglitz (jetzt Benjamin Franklin) seit der Gruendung 1968 bereits als junge Dozentin und spaeter als Professorin praktiziert und gelehrt, unzahelbare Vortraege auf internationalen Kongressen in der ganzen Welt gehalten und Lehrbuecher zusammen mit den fuehrenden Kapazitaeten der Welt verfasst. Sie hat als erste in der Welt einem Maedchen, das extra aus Australien hierher geflugen war eine veraezte Speiseroehre ersetzt und weitere tausende rekonstruktive und aesthetische Eingriffe in ihrer Eigenschaft als Hochschullehrerin durchgefuehrt. Sie war massgeblich an der Entwicklung des Gewebeklebers und dessen Einfuehrung in die Plastische Chirurgie beteiligt. Seit ca 20 Jahren leitet sie das eigene Institut fuer biologische Grundlagenforschung in der Plastischen Chirurgie in Berlin Nikolassee in dem sie auch operiert und sie ist seit 22 Jahren Praesidentin des gemeinnutzigen Vereines Wissenschaftliches Institut fuer Plastische Chirurgie, Kosmetik und Anti-Aginge.V., der seinen Sitz auch hier in Berlin-Nikolassee hat. Dr. med. Franz-Udo Piechotta-Flemming hat in Berlin studiert und promoviert. Er hat sich schon seit seiner Studienzeit mit der Plastischen Chirurgie beschäftigt,seine Doktorarbeit ueber die Silikonoeleinspritzungen geschrieben und als erster das Oel in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt fuer Materialpruefung in Berlin im Gewebe von Silkontumoren, die nach Einspritzungen entstanden sind, nachgewiesen.Dies fuehrte sogar zum Verbot von zwei in Deutschland frei verkaeuflichen Praeparaten. Wie seine weltbekannte Schwester Prof. Flemming hat er auch an der Freien Universitaet Berlin im Klinikum Steglitz gearbeitet und geforscht. Er hat eine breit gefaecherte Ausbildung, in Brasilien, den USA, der Schweiz und Italien. Internationale Veroeffentlichungen bezeugen seine wissenschaftliche Taetigkeit. Er ist staendiger Gast auf den nationalen und internationalen Kongressen, zum Teil ebenfalls selber als Referent. Er ist wesentlich beteiligt an der Errichtung des Institutes fuer biologische Grundlagenforschung in der plastischen Chirurgie inBerlin und des gemeinnuetzigen Vereines Wissenschaftliches Institut fuer plastische Chirurgie, Kosmetik & Anti-Aging e.V. beteiligt. Ausserdem schreibt Dr. Piechotta-Flemming als offiziell bei der Deutschen Journalistenunion registrierter Journalist zu verschiedensten Themen in der Regel in den neuen Medien.Wollen Sie mehr ueber Frau Prof. Flemming und Dr. Piechotta-Flemming wissen oder weitere Artikel lesen, ggf. ihnen sogar schreiben:

http://www.flemming.flemming.com/Seite_1x.htm

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