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Biotheater, ja Sie haben richtig gelesen! Mit dieser Rubrik lehne ich mich bewusst an
die anderen „Bio´s" an, insbesondere an das „Biowetter". Als Arzt interessiert mich
natuerlich alles, was den Gesundheitszustand des Menschen beeinflussen kann und
bei der steigenden Zahl von negativen Einfluessen, bin ich staendig auf der Suche
nach positiven. Als Wissenschaftler will ich das aber irgendwie analysieren,
standardisieren, damit man einen allgemeinen Nutzeffekt daraus ziehen kann.
Es ist ja nun bekannt, dass die Kunst, die Muse, vornehmlich die heitere, einen
generell positiven Einfluss hat. Doch die Heiterkeit hat viele Gesichter, die nicht alle
jedem Gefallen. Da gibt es die rheinische Schunkelei, den feinsinnigen Humor, den
man manchmal erst beim zweiten Mal oder beim genaueren Nachdenken versteht.
Da gibt es den rabenschwarzen englischen Humor und den derben laendlichen. Der
Witz reicht von der Pointe bis zur Zote.
Wenn ich nun gewissermassen ein Barometer bauen will, so soll, wenn es auf
„schoen" steht, jeder seine Freude haben. Selbst verstaendlich gibt es aber noch
eine Sonderposition, die da heisst: „wer´s mag!". Ich will mit meine Geschmack
naemlich nicht richten sondern nur die Richtung weisen. Lediglich voellig aus dem
Rahmen fallendes, bezeichne ich so.
Fuer mich ist wichtig, dass man leichter und geloester als vorher aus der Vorstellung
geht. Psychische oder koerperliche Schmerzen sollen wenigsten temporaer ein
wenig in den Hintergrund treten koennen, wenn moeglich mit einem hangover, der ja
bei Tabletten oder sonstigem nicht erwuenscht ist, hier aber ja. Dabei muss man
bedenken, dass es nicht darauf ankommt nur vor Lachen zu bruellen, denn das ist ja
eigentlich auch nicht so gesund: im Volksmund sagt man ja auch „Ich lach mich tot!"
Es ist daher sogar durchaus moeglich aus einem im Grossen und Ganzem ernstem
Stueck ebenso geloest und vielleicht noch mehr: erfuellt von einem tiefen inneren
Frieden herauszugehen. Es kommt hier die erweiterte Definition der Komoedie zum
tragen: Alles, was letztendlich gut ausgeht, kann man Komoedie nennen und muss
man mitten drin noch so schluchzen. Aber auch Traenen loesen und haben Ihre
Berechtigung. Sie muessen nur am Ende getrocknet sein. Auf keinen Fall soll man
jedoch aufgewuehlt und verschreckt den Kunsttempel verlassen, sei es durch die
tragische Ereignisse oder die abschreckende Banalitaet und Primitivitaet der Komik.
Natuerlich kann man auch voellig unbeteiligt herauskommen und man fragt sich,
wozu man eigentlich da war. Hierfuer habe ich selbstverstaendlich auch ein
gesondertes Kaestchen.
Die von mir besuchten Stuecke sollen, auch wenn das nicht immer geht, bespielhaft
fuer die Institution sein. Es findet sich selbstverstaendlich ein link zu der Rezension
und von dort auch zur Insitution ohne hierfuer Werbung machen zu wollen. Es liegt in
der Natur der Sache, dass sie manchmal auch nur eine Facette des gesamten
Spektrums zeigen. Dies trifft in der Regel auf die groesseren Haeuser zu. Diese
haben aber wiederum das rezensierte Stueck laengere Zeit im Programm, so dass
man geziehlt sich halt dieses Werk anschauen kann. Sollte nach einer Premiere ein
neues Stueck auf das Programm kommen, das ich anschauen kann, bekommt es
wieder eine gesonderte Bewertung und den beschriebenen link. Daher werden Sie
spaeter mehrmals die gleich Einrichtung finden, vor allem bei groesseren Hauesern.
Selbstverstaendlich kann ich nicht allen gerecht werden, insbesondere jetzt am
Anfang. Ich bitte daher die Nichterwaehnten um Nachsicht. Fuer Anregungen zum
Besuch und fuer Verbesserungsvorschlaege dieses Service bin ich jederzeit offen.
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